Butterfly's One Night Stand Leitfaden -
26.11.2009, 22:51
Wie in jedem meiner Leitfäden möchte ich vorweg erwähnen, dass das meinen Weg darstellt ein Ziel – hier den One Night Stand – zu erreichen. Das heißt im Klartext, dass dieser Weg nicht unbedingt in seiner Gesamtheit zu euch passen muss, er kann euch allerdings eine Richtlinie sein, die ihr auf euch übertragen könnt. Diesen Leitfaden habe ich in der Praxis getestet, er funktioniert für mich gut und ich denke, dass die grundlegenden Elemente, die ich in ihm vermittele auch allgemein übertragbar sind, wenn auch nicht eins zu eins vielleicht.
Nun zum Thema, beginnen möchte ich mit meinem Mindset und dem daraus resultierenden Frame, mit dem ich in eine Interaktion starte, die zu einem One Night Stand führen soll.
Mindset / Frame:
Sex ist etwas Natürliches für mich, ich genieße ihn und weiß, dass auch Frauen ihn genießen. Ich will Spaß haben mit einer Frau, die mir sympathisch ist und weiß, dass, wenn sie mir gefällt auch ich ihr gefalle und wir beide sexuell erregt sind. Gleichzeitig weiß ich, dass auch sie Lust auf Sex hat, wenn auch nicht unbedingt in diesem Moment. Sollte das so sein ist das ihr gutes Recht und ich lasse sie ziehen.
Das Ansprechen:
Ich gehe direkt auf sie zu, egal ob sie nun gerade allein ist oder nicht, tippe sie lächelnd an und warte, bis ich ihre Aufmerksamkeit habe.
BF: „Hey, … du bist süß …, wer bist du denn?“
Dabei reiche ich ihr meine Hand und wir stellen uns vor. Soweit nichts besonderes, grundsätzlich eignet sich hier jedes Ansprechen, bei dem klar ist, worum es geht. Im Club also eigentlich auch indirekte Gesprächseröffnungen, jedoch sind diese inkongruent mit der Art und Weise, wie ich weiter vorgehe, denn direkt nachdem wir uns vorgestellt haben kommuniziere ich klar, worum es geht und setze damit einige Metaframes für die Interaktion.
Sollte sie während dem Ansprechen ein Bitchshield hochfahren versuche ich das zu brechen. Das erfordert einige Erfahrung und sprengt den Rahmen dieses Leitfadens, kurz gesagt tue ich das aber, indem ich sie damit tease, dass sie mit einem ehrlichen Kompliment nicht umgehen kann und einige Cold Reads setze in Bezug auf ihre Person, zum Beispiel das sie lieber sachte an Dinge und ihr unbekannte Menschen rangeht, weil sie unsicher ist, was ihre Intentionen sind und das sie das zu ihrem Selbstschutz tut, eigentlich aber eine sehr liebevolle, warme Persönlichkeit ist. Ein anderes Problem könnten ihre Freunde und Freundinnen sein, die sich einmischen. Wenn das passiert stelle ich mich auch diesen mit einem Lächeln vor und integriere sie so lang ins Gespräch, bis sie mich akzeptieren, also befriendet sind.
One Night Stand Metaframes:
Ein Hinweis noch zu meinem Mindset, solange die Frau bei mir bleibt sehe ich jeden meiner Frames als akzeptiert an und handle danach.
BF: „Ich muss dir gleich noch was sagen, … ich bin gerne sehr ehrlich und direkt, … aber wer mit mir klar kommen will muss damit auch umgehen können, folgendes…“
Der erste Metaframe, den ich hier setze ist Ehrlichkeit und das sie diese akzeptieren muss, wenn sie weiter mit mir reden will. Das ist eine subtile Form des Qualifizierens und Verbalisieren meiner Standards, außerdem ist es der Sache direkt und schnell zum One Night Stand zu kommen, dienlich.
BF: „…ich bin derzeit ehrlich gesagt auf keine Beziehung aus oder langweiliges Kennen lernen, sondern will einfach meinen Spaß haben. Falls das bei dir anders ist versteh ich das natürlich, nur damit du Bescheid weißt.“
Der zweite Metaframe sagt nichts anderes als das ich einen One Night Stand will bzw. maximal eine Fickbeziehung, damit ist geklärt, worum es geht. Der Hinweis mit dem langweiligen Kennen lernen dient dazu Dates auszuschließen, wenn es passiert, dann hier und jetzt. Der Grund, warum ich One Night Stands nicht direkt anspreche ist natürlich Anti Slut Defense. Würde ich es direkt sagen wäre das sozial nicht intelligent, sie hätte gar keine andere Wahl, als mich abzuschießen. Frauen, die so frei von sozialen Konventionen sind, dass man so etwas direkt ansprechen kann sind sehr selten. Subtil formuliert wie hier steigt die Erfolgsrate allerdings ungemein.
Nun warte ich ihre Reaktion ab, aber wie vorhin schon erwähnt, solange sie bei mir bleibt und weiter mit mir redet sehe ich das als Akzeptanz meiner Metaframes ab, relativ egal, was sie sagt. Wenn sie meinen Metaframes dennoch verbal wiederspricht gebe ich ihr noch einmal, wie gerade schon, die Wahl zu gehen mit dem Hinweis darauf, dass es nun mal so gerade bei mir ist. Damit zeige ich Outcome Independence, ich bin bereit, sie ziehen zu lassen.
Wenn das alles geklärt ist wird es Zeit meinen Worten Taten folgen zu lassen, heißt, wir haben Spaß, zum Beispiel, indem wir tanzen gehen oder etwas trinken. Gleichzeitig isoliere ich sie damit und führe den ersten von möglichst vielen Locationwechseln durch. Wenn sie in Erinnerung hat, dass sie viel mit mir unterwegs war fällt es ihr leichter mir zu vertrauen. Nun kann ich niemandem erklären, wie man Spaß hat, das müsst ihr selbst wissen, aber was die Gesprächsthemen angeht haben sich bei mir Feiern, Urlaub, Musik, Festivals, Konzerte und Freunde bewährt. Über Sex rede ich persönlich kaum, wenn nur in subtilen Doppeldeutigkeiten. Taten folgen zu lassen heißt auch, dass ich spätestens jetzt mit meiner Kinoeskalation beginne. So lange ihre Freunde in der Nähe sind bleibe ich dabei sehr dezent, bei kleinen Berührungen, die immer länger werden, um eine gewisse sexuelle Spannung aufzubauen. Später gehe ich darauf noch weiter ein.
Zunächst möchte ich noch über drei Subframes reden, die ich im Verlauf des Gesprächs setze bzw. das dazugehörige Gefühl in ihr wecke, um gegen sozialen Druck vorzugehen und ihr die Sicherheit zu geben, dass ich sozial intelligent bin und mit One Night Stands umgehen kann.
ASD – Subframes:
Ich habe bezüglich dieser Subframes Routinen entwickelt, um sie natürlich in ein Gespräch einzubetten und setzen zu können. Und natürlich, sollte sie den Subframes wiedersprechen oder sie auf die Probe stellen, ich halte sie natürlich, das ist immens wichtig, ihr dürft nicht einknicken.
1. Diskretion
Während einer kurzen Gesprächspause, bei der ich intensiven Augenkontakt mit ihr habe und den Triangelblick anwende, das heißt ich lasse meinen Blick von ihrem einen Auge auf die Lippen schweifen, halte ihn dort kurz und schweife dann weiter zum anderen Auge und schließlich zum ursprünglichen Auge zurück.
BF: „Ich würde dich jetzt wirklich gern küssen, aber ich mag das nicht, wenn andere Leute mir dabei zusehen, irgendwie fühle ich mich dabei so beobachtet. Außerdem muss ja nicht jeder wissen, dass wir uns mögen.“
è Was bezweckt dieser Frame? Er zeigt ganz einfach, dass ich diskret bin und sie keine Angst haben muss, dass morgen jeder weiß, was zwischen uns lief. Ich setze ihn deswegen als Statement, um ihr die Chance zu geben sich zu denken, verdammt ja, das sehe ich genauso. Und die meisten Frauen denken nun mal so, insofern spiegele ich sie damit auch, was sehr viel Rapport schafft. Im letzten Satz stelle ich noch die Behauptung in den Raum, dass wir uns ja sowieso mögen. Wenn sie bei mir bleibt ist das auch der Fall logischerweise.
2. Sich fallen lassen
Diesen Subframe leite ich situativ ein anhand dem Ort, wo wir uns befinden, dem Club oder der Bar. Das geht, indem ich mich in einer Gesprächspause kurz umschaue und lächelnd durch den Raum und auf die anderen Menschen, wie sie feiern, blicke.
BF: „Oh man, weißt du, was ich an <Bar oder Club, wo ihr seit> liebe? … Diese Atmosphäre hier, alle feiern und sind gut drauf, ich kann mich dabei so gut fallen lassen und einfach mal auf alles andere und alle anderen scheißen. Hier fühle ich mich wirklich frei. Kennst du das?“
è In diesem Frame geht es darum, dass ich sie in den Gefühlszustand versetzen will, wo sie sich frei fühlt. Durch die Beschreibung will ich in ihr Gedanken an so eine Situation wecken, eben damit sie genau in diesem Moment daran denkt. Darüber lässt sich dann auch sehr gut noch etwas mehr reden, um diese Momente, wo man frei ist und einfach mal nicht auf seine Umgebung hört. Allein durch das Gespräch darüber kommt sie in diesen Zustand und denkt sich, ach scheiß drauf, ich mach das jetzt einfach, trotz allen Bedenken, die sie vielleicht aus Gründen von gesellschaftlichen Konventionen und sozialen Beschränkungen hat. Wieder leite ich das ganze über ein Statement ein und lasse sie mich spiegeln, denn es ist klar, jeder wünscht sich so frei zu sein.
3. Von Schlampen und Playern
Auch diesen Subframe leite ich situativ ein, indem ich kurz nachdenklich einen Punkt im Raum fixiere, z.B. die Bar oder die Tanzfläche und dann spreche, als würde folgendes mir gerade wieder einfallen, eine wahre Geschichte, die ihr vielleicht in ähnlicher Form auch mal erlebt hat.
BF: „Als ich neulich mit einem Freund hier war *dabei zeige ich in die Richtung des Punktes, den ich fixiert hatte*, er hatte sich gerade von seiner Freundin getrennt und ich wollte ihn etwas ablenken, oh man, ist das scheiße gelaufen. … Seine Ex war nämlich leider auch da und hat dort vorne mit einem anderen Typen rumgemacht. Er war natürlich total down deswegen und dann, weil er betrunken war, auch angepisst. Er ist dann zu ihr rüber und hat total rumgestänkert. Ich kann ihn ja schon verstehen, dass ihm das in dem Moment nahe ging, aber irgendwie fand ich es auch scheiße, … ich meine, komm … wenn eine Frau sexuell offen ist und das auch auslebt wird sie gleich von allen Seiten als Schlampe beschimpft, aber wenn ein Mann das genau so macht, dann ist er der coole Player und bekommt von seinen Freunden auf die Schulter geklopft. … Ich finde das scheiße, ich mein, wir sind doch alle gleich und Sex ist eine schöne Sache, ob Frau oder Mann ist doch egal, wir alle sollten das gleiche Recht haben uns auszuleben, wenn wir Lust darauf haben.“
è Um die Geschichte selbst geht es hier natürlich nicht, sie ist nur ein einfacher Weg, um die Kernaussage, die ich fett markiert habe, zu vermitteln. Die ist ganz einfach, sie hat von mir keine Vorurteile zu erwarten, wenn sie an diesem Abend Sex mit mir hat. Im Gegenteil, ich finde es sogar gut, wenn sie sexuelle Offenheit zeigt. Auch über dieses Thema kann man sich dann noch gut austauschen, allgemein über Geschlechterklischees und was für ein Müll die sind. Damit verstärkt man die Kernaussage noch.
Hat man diese Subframes gesetzt sollten all ihre Bedenken und gesellschaftlichen Hindernisse ausgeschaltet sein. Wann man diese Frames setzt ist letztendlich egal, sie lassen sich durch die spontanen Einstiege in Gesprächspausen gut einstreuen und sind der Sache des One Night Stands jedenfalls dienlich. Im nächsten Punkt will ich nun näher auf Eskalation und den Aufbau von sexueller Spannung eingehen.
Sexuelle Spannung & Eskalation:
Grundsätzlich ist meine Eskalation im Club recht unspektakulär. Wir haben ja gerade über Diskretion geredet, genau aus diesem Grund bleibt mein Kino, so lang Freunde dabei sind, wie gesagt, sehr dezent. Weiter gehe ich nur, wenn diese gerade nicht da sind, damit lebe ich den Diskretionsframe aus. Wenn ihr nämlich von Diskretion redet, aber dann wild an ihr rumfummelt, während euch tausend Menschen beobachten bricht das den Frame und das wird sie merken, damit wärt ihr inkongruent. Eine Ausnahme ist hierbei die Tanzfläche, dort könnt und solltet ihr die besondere Atmosphäre dort nutzen. Es ist nämlich interessanterweise so, dass auf der Tanzfläche vieles auf einmal erlaubt ist für Frauen, was sozial dummer Mann sonst als „schlampenhaft“ bezeichnen würde.
Dort könnt ihr also extrem sexuell werden, heißt extrem eng mit ihr tanzen, sie an ihrem Arsch packen, etc…
Außerhalb der Tanzfläche baue ich sexuelle Spannung auf, indem ich meine Berührungen verlängere und bis zu einem gewissen Punkt intensiviere. Eine erste Berührung kann also das antippen sein, das nächste Mal kann ich schon die ganze Hand benutzen und – das ist der Trick – sie dort etwas länger lassen. Mit jeder Berührung verlängere ich die Dauer, in der ich sie berühre. Außerdem benutze ich dabei, ich nenne es mal, „erlaubte“ Stellen. Um das Verstehen zu erleichtern, Beispiele:
· Meine Hand auf ihrem Bein
· Über ihren Handrücken streichen, während ich ihre Hand halte
· Über ihre Oberarme streichen
· Über ihren Rücken streichen
· Meine Finger streichen ihren Hals entlang
Das gilt natürlich nur für die Situation, dass ihr zu zweit seid und ihre Freunde nicht dabei sind. Nach einer gewissen Zeit, in der ihr euch schon kennt bietet sich auch freundschaftliches Arm um sie legen und allgemein Nähe an. Das heißt ich setze mich neben sie, so dass unsere Körper sich berühren, ich stelle mich im schrägen Winkel zu ihr statt vor sie, auch wieder so, dass sich unsere Arme schon fast berühren, während wir reden. Sexuelle Spannung baut sich dann auf, wenn diese Berührungen länger werden, sie das Knistern spürt. Ihr redet, gleichzeitig liegt eure Hand auf ihrem Bein. Ihr steht an der Bar und bestellt einen Drink und dabei wird ihr Rücken zart gestreichelt.
Ich hoffe ihr versteht dieses Konzept, denn Schritt für Schritt Anleitungen oder Routinen gibt es dafür meiner Meinung nach nicht, probiert es einfach aus und arbeitet daran.
Zuletzt beim Thema Eskalation ein Wort zu Küssen. Öfter küsse ich die Frauen, die ich mitnehme gar nicht, bevor wir nicht bei ihr oder mir sind bzw. wenn erst kurz davor oder wenn wir wirklich komplett alleine sind, z.B. seit ihr raus, um etwas frische Luft zu schnappen und geht dabei ein Stück. Wieder dient das dem Subframe der Diskretion, außerdem hält es die sexuelle Spannung aufrecht, die sich erst bei ihr oder mir in der Wohnung entladen soll, wo wir Sex haben können. Darum geht es nun auch im nächsten Punkt, um die Logistik und den Weg, wir ihr Frauen zu euch oder ihr bringen könnt, um dort mit ihnen zu schlafen – Scheingründe.
Logistik & Scheingründe:
Logistik heißt in diesem Fall, welche Hindernisse gibt es, die euch im Weg stehen, damit ihr am gleichen Abend zu euch oder ihr geht. Dabei gilt es folgende Fragen zu beantworten.
· Wo wohnst du und wo wohnt sie?
Warum ist es wichtig, wo du wohnst? Ganz einfach, je weiter deine Wohnung vom Club weg ist, desto schwieriger wird es sie zu dir zu bringen. Ich denke eine Maximaldistanz zu deiner Wohnung, damit One Night Stands überhaupt funktionieren können sollte eine adäquate Erreichbarkeit mit dem Taxi sein. Gleichzeitig ist es auch interessant, wo sie wohnt. Wohnt sie nämlich in der entgegengesetzten Richtung oder sehr weit weg wird es auch schwierig. Es gibt aber natürlich auch den Glücksfall, dass sie sehr nahe am Club wohnt, bzw. dass du sehr nahe am Club wohnst. Dann ist es natürlich einfacher. Ganz einfache Methode, das herauszufinden – fragen.
· Mit wem und zu welchem Anlass ist sie hier?
Auch das ist interessant. Feiert sie vielleicht gerade den Geburtstag ihrer besten Freundin, dann wird es schwierig, ist sie einfach mit ein paar Leuten zum Party machen da sieht es wieder anders aus. Die Frage hierbei ist, wie wichtig ist der Anlass wegen dem sie da ist, ist sie dort irgendwie so involviert, dass kein One Night Stand geht. Dabei spielt auch eine Rolle, ob sie Fahrerin ist, dann ist es schon mal quasi zwecklos auf einen One Night Stand hinzuarbeiten, denn mit ihren Freunden und euch selbst im Auto gemeinsam zu ihr oder dir fahren, so dass alle wissen, worum es geht? Der soziale Druck ist viel zu hoch. Und wieder gilt die einfache Methode zu fragen, „…und, einfach so hier grade zum Party machen oder gibt’s irgendeinen Anlass?“
· Was steht bei ihr am nächsten Tag an?
Auch das ist natürlich interessant. Sollte sie nämlich am nächsten Morgen verabredet sein oder arbeiten müssen, dann wird der One Night Stand nicht gehen bzw. sehr schwierig werden. Auch das kann man leicht erfragen, ich mache es meist so…
BF: „Man, ich freu mich schon voll auf morgen, wenn ich gemütlich ausgeschlafen aufwache, einfach entspannen und mal nichts tun. Steht bei dir morgen was an?“
Nehmen wir mal an ich würde 30 Kilometer vom Club wegwohnen, sie ebenso in die entgegengesetzte Richtung, außerdem ist meine Auserwählte Fahrerin und muss ihre vier Freundinnen, von denen eine sich gerade von ihrem Freund getrennt hat und deswegen Mädelsabend ist, später heimfahren. Außerdem muss sie morgen um sieben Uhr früh arbeiten. Dann geht halt einfach kein One Night Stand an diesem Abend. Wenn ihr euch trotzdem super versteht holt euch ihre Nummer und küsst sie, wie ihr Lust dazu habt. Ihr könnt dann immer noch euren alten Frame aufheben, indem ihr sagt, „hey, du bist echt cool, lass doch mal wiedersehen, wie wärs, wenn wir die Tage einen Film anschauen bei mir?“.
Hauptsache ihr wisst Bescheid, wie es eben logistisch aussieht, das wisst ihr natürlich besser früher als später. Danach könnt ihr dann handeln und planen. Nun nehmen wir an, die Logistik passt, ihr versteht euch gut, alle Frames sind gesetzt, sexuelle Spannung ist da und ihr wollt zu ihr oder euch gehen. Jetzt kommen die Scheingründe ins Spiel.
Ich warte gerne einen Moment ab, wo die Zeichen im Club auf „die Leute gehen“ stehen, das heißt es herrscht allgemeine Aufbruchsstimmung, bzw. die Leute feiern einfach nicht mehr richtig. Dann geht es ihr nämlich genau so und sie hat auch Lust zu gehen, jetzt heißt es dann nur noch ihr einen Grund zu liefern, warum ihr gemeinsam zu dir oder ihr geht. Es direkt zu sagen würde wieder ihre Anti Slut Defense triggern – „also, zu dir oder mir, baby?“ – verabschiedet euch von dem Gedanken, dass so etwas funktioniert. Stattdessen gebe ich ihr gerne eine Ausrede, warum wir denn jetzt noch zu ihr oder mir gehen und die schmücke ich aus, so dass sie selbst Lust darauf bekommt.
Mein Standard ist folgender… BF: „Jetzt den Abend ruhig ausklingen lassen, eine Flasche Wein, dazu etwas Musik oder ein Film, entspannt auf der Couch liegen, das wär was.“
Diese Aussage schmücke ich dann gerne noch aus, erzähle wieder von dem Gefühl der Entspannung, wenn man einfach nichts zu tun hat, die Ruhe genießt und die Zeit mit jemandem verbringt, den man mag. Im Optimalfall sagt sie irgendwann erfreut sowas wie „ah, das klingt so geil“, genau dann könnt ihr es in die Tat umsetzen.
BF: „Ja, komm, dann lass uns das doch noch machen, Flasche Wein hab ich da, Film auch, komm, wir gehen.“
Falls ihr nicht zu euch könnt oder wollt dreht den Spieß einfach um.
BF: „Ja, komm dann lass uns das doch noch machen, können leider nicht zu mir, aber wie sieht’s aus, einen Film hast sicher da, Wein vielleicht auch? … Komm, wir gehen.“
Leichter ist es natürlich, wenn man zu sich kann, aber im Notfall geht das auch. Eine andere Möglichkeit ist sie heim zu bringen (wenn sie z.B. nahe dran wohnt oder du Fahrer bist und es kein großer Umweg ist) und dann dazu anzusetzen bzw. den alten Toilettentrick zu bringen, um rein zu kommen bei ihr.
Wenn sie zu diesem Zeitpunkt zögert kann man ruhig etwas hartnäckiger sein, sie auch einfach an der Hand nehmen und zur Garderobe führen. Abschließend ein kurzer Report, wie das Ganze letztlich in der Praxis aussehen kann, damit ihr ein Bild davon bekommt.
Aus der Praxis:
Ich sehe eine süßes Mädel am Rande der Tanzfläche stehen, meine Intuition sagt mir, die Frau hat grad Bock auf Sex – Erfahrungssache beim Screening – deswegen gehe ich zu ihr hin, sage ihr, dass sie süß ist und wir stellen uns vor. Sie lächelt mich sofort an und als ich ihr erkläre, dass ich ein sehr ehrlicher Mensch bin, der Ehrlichkeit schätzt meint sie auch gleich, sie mag das. Wir unterhalten uns kurz darüber und das so viele Menschen sich hinter einer Maske verstecken, nicht Tacheles reden, sondern drum herum und wie dumm das eigentlich ist. Weil es hier laut ist meine ich, dass wir mal an die Bar gehen sollten, uns was zu trinken holen, sie willigt ein und kommt mit. Ich führe sie sanft am Rücken in die richtige Richtung und streiche danach, schützend den Arm um sie herum noch über ihren Oberarm kurz. Auf dem Weg erzähle ich, dass ich eigentlich grade nicht auf eine Beziehung aus bin, sondern etwas Spaß haben will, aber dass ich einfach herkommen musste, weil sie so putzig aussah, wie sie da erschöpft und verloren am Rand stand.
An der Bar erzähle ich sofort die Geschichte von meinem Kumpel und seiner Ex, der erste Frame ist gesetzt. Sie ist genau meiner Meinung und erzählt von einem dämlichen Bekannten, der manchmal mit feiern ist, dauernd nur scheiße redet und Frauen dumm anlabert. Darüber kommen wir auf das Thema mit Freunden weggehen und feiern, tauschen Partygeschichten aus. Mit dem neuen Drink setzen wir uns währenddessen auf eine Couch in der Nähe. Ich frage dann mal beiläufig, wo sie denn her ist und was sie hier her geführt hat. Sie wohnt ein Stück entfernt in einer WG, auch sehr nah bei mir. Sie ist mit 2 Freundinnen da, einfach etwas feiern, Wochenende eben, die sind grad tanzen, aber sie hatte keine Lust mehr und wollt sich kurz ausruhen. Perfekte Voraussetzungen also, ich erzähle, wo ich her bin und was mein Anlass ist, der Gleiche, dann setze ich auch schon den nächsten Frame und wir unterhalten uns über die Club Atmosphäre und wo man sonst auch einfach mal auf alles scheißen kann und sich fallen lassen kann. Dabei lege ich ihr meine Hand aufs Knie und lasse sie dort erst mal. Sie legt nach kurzer Zeit ihre Hand auf meine, ein extrem geiles Signal und ich weiß endgültig, it is on. Wir kommen darüber auf das Thema Urlaub, sie erzählt von ihrem Spanien Urlaub, ich von meinem Frankreich Urlaub und schließlich, als wir uns kurz bei tiefem Augenkontakt anschweigen kommt die Diskretion ins Spiel, die ich ihr, wie oben vorgestellt, vermittle.
Sie strahlt mich danach an und meint, „würde ich jetzt auch gerne“ (mich küssen) – it is on till the break of dawn, oh yeaahhhh – ich beschließe keine Zeit zu vertrödeln, wenn es so klar ist, sondern meine, wenn wir uns sowieso gerade entspannt unterhalten können wir das eigentlich auch bei einem Glas Wein und chilliger Musik, … ich hätte einen Wein bei mir, Lust? Sie stimmt zu, wir verabschieden uns von unseren jeweiligen Leuten, holen unsere Jacken an der Garderobe und so verlassen wir gegen Halb eins, nachdem ich diese Frau etwa eine halbe Stunde kenne, den Club und gehen zu mir. Dort öffne ich ruhig den Wein, mache Laith Al-Deen als musikalischer Untermalung an, setze mich neben sie auf mein Bett (hab nur einen Stuhl in meinem WG-Zimmer, huch, welch Tragödie), ziehe sie zu mir und küssie sie. Nun, den Rest könnt ihr euch denken, aber ja, so einfach kann es sein und so schnell kann es gehen. Verführung ist einfach!